Ölbad
Viele Menschen leiden unter trockener, juckender Haut. Ein Ölbad kann hier eine wahre Wohltat sein und sowohl kurzfristig als auch dauerhaft die Beschwerden lindern. Die Wärme des Ölbades öffnet die Poren der Haut und das feuchtigkeitsspendende Öl kann besser einziehen. Zudem wird die Haut besser durchblutet und der Ölfilm auf der Haut schließt die Feuchtigkeit ein. Durch seine rückfettende Eigenschaft ermöglicht das Ölbad eine länger andauernde Wirkung.
Für ein Ölbad kann man verschiedene Produkte verwenden: Ölbad-Produkte, die es zum Beispiel in Drogerien oder Apotheken zu kaufen gibt, Badekugeln, Babyöl oder Mandelöl. Man sollte darauf achten, dass das verwendete Öl seifenfrei ist. Die Dosierung des Öls sollte etwa drei Esslöffel für ein Vollbad betragen. Eine größere Menge verbessert die Wirkung eines Ölbads nicht, sondern macht die Haut unnötig und unangenehm klebrig.
Manche Menschen schwören bei einem Ölbad nicht auf Öl als Badezusatz, sondern auf Milch oder Sahne mit einem Esslöffel Honig. Diese drei Zutaten machen ebenso wie Öl die Haut zart und geschmeidig. Es gibt Ölbäder mit unterschiedlichen Kräutern, denen neben der beruhigenden Wirkung auf die Haut weitere positive Effekte auf den Organismus zugeschrieben werden. Einige Beispiele für solche Ölbäder sind:
• Heublumen-Ölbäder wärmen sanft den Körper und lindern Muskel- und Gelenkschmerzen;
• Hopfen-Ölbäder regen sanft den Stoffwechsel an;
• Eukalyptus-Ölbäder wirken lindernd bei Erkältungskrankheiten, erlauben besseres Durchatmen, machen die verstopfte Nase frei und steigern das allgemeine Wohlbefinden;
• Rosmarin-Ölbäder wirken anregend und fördern die Hautdurchblutung;
• Melisse-Ölbäder wirken wohltuend bei Erschöpfungszuständen und Stress und verbessern das allgemeine Befinden.
Ölbäder können nicht nur bei trockener Haut, sondern auch schweren Hauterkrankungen helfen, z.B. bei Neurodermitis, Schuppenflechte und Pruritus senilis (Altersjuckreiz). Bei solchen Erkrankungen sollte die medizinische Anwendung von Ölbädern mit einem Experten, z.B. einem Arzt, besprochen werden. Wichtig ist hier wie auch bei empfindlicher, trockener Haut die regelmäßige Anwendung.