Azidose-Behandlung
Als Azidose bezeichnet man die Übersäuerung des Körpers, das heißt, wenn der pH-Wert des Blutes unter einem Wert von 7,35 liegt. Wenn der pH-Wert plötzlich rasant absinkt kann dies lebensbedrohliche Auswirkungen haben. In einem solchen Fall handelt es sich um eine nicht erkannte Zuckerkrankheit oder eine gestörte Nierenfunktion, wobei man von einer metabolischen Azidose spricht.
Eine Azidose-Behandlung richtet sich dagegen gegen eine chronische Übersäuerung des Körpers. In der alternativen Medizin werden zahlreiche Beschwerden, die über einen langen Zeitraum entstehen können, auf eine solche Azidose zurückgeführt. Unter Anderem Sodbrennen, Störungen des Magen-Darm-Trakts, Hautkrankheiten, Rheuma, Diabetes und Allergien, aber auch Krebserkrankungen.
Eine Azidose-Behandlung zielt deshalb auf die Entsäuerung des Körpers und sollte eigentlich präventiv vorgenommen werden, das heißt im besten Fall den Ausbruch von Krankheiten, die durch die Azidose des Körpers begünstigt werden, verhindern. Doch auch bei der Behandlung akuter oder chronischer Symptome ist eine Azidose-Behandlung heilsam.
Eine Azidose-Behandlung sieht in erster Linie die Umstellung von säurefördernder Ernährungsweise vor. Das bedeutet, dass Lebensmittel wie die meisten pflanzlichen und tierischen Eiweißprodukte, Milcherzeugnisse, Zucker, Getreidearten (außer Hafer, Dinkel, Hirse und Gerste), Fette, saures und unreifes Obst, Nüsse und alle Arten von Stimulanzien zumindest für die Dauer einer kurmäßigen Azidose-Behandlung von mindestens 14 Tagen aus dem Speiseplan gestrichen werden. Nach Abschluss der Therapie sollten diese säureüberschüssigen Nahrungsmittel nur noch in geringen Mengen gegessen werden. Dagegen werden während und nach der Kur vermehrt basenüberschüssige Lebensmittel wie Blattsalate, Gemüse (außer Artischockenböden und Rosenkohl) sowie reifes, süßes Obst verzehrt.
Zusätzlich zu dieser Ernährungsumstellung können im Rahmen der Azidose-Behandlung basische Ergänzungspräparate verabreicht werden. Viele Azidose-Behandlungen sehen außerdem spezielle Anwendungen wie Massagen, Körperwickel, Bäder und Bewegungstherapien vor, die den Abbau von säurebedingten Giftstoffen fördern sollen und damit die Einlagerung derselben im Bindegewebe verhindern.