Balneotherapie

Balneotherapie

Als Balneotherapie bezeichnet man medizinische Behandlungen mit hoch mineralhaltigen Heilwässern äußerlich wie innerlich, Heilschlamm und -moor, Wärme und Kälte in Form von medizinischen Bädern und Packungen sowie Inhalationen.

Bei den Bädern im Rahmen der Balneotherapie werden sowohl Teil-, Sitz- als auch Vollbäder je nach Indikation in kaltem, lauwarmen, warmen oder heißem Wasser durchgeführt. Auch die mineralische Zusammensetzung des Wassers, sowie Badezusätze werden auf den Patienten abgestimmt. Somit werden in der Balneotherapie beispielsweise Muskel- und Gelenkbeschwerden durch Wärme und sanften Aufrieb gelindert und durch Kalt-Warm-Reize Stoffwechsel und Immunsystem positiv beeinflusst.

Die Balneotherapie kann auch in Form von Bewegungsbädern bei Arthritis und Osteoporose helfen; in Form von Sauerstoffbädern bei Durchblutungsstörungen und mit Hilfe der Inhalationsbäder bei Atemwegserkrankungen.

Packungen mit Heilschlamm wirken besänftigend auf verletzte oder verspannte Muskeln. Auch bei Hautleiden kann eine Balneotherapie Linderung bringen, beispielsweise bei einer Neurodermitis mit Solebehandlungen.

Die Balneotherapie hat außerdem eine nicht zu unterschätzende Ausgleichsfunktion auf die Seele, denn durch Wärme und Wasser wird Alltagsstress sanft abgebaut und der Patient kann sich wenigstens für die Dauer der Behandlung treiben lassen. Hinzu kommt die veränderte Umgebung, denn Balneotherapien werden meist in dafür ausgestatteten Kliniken kurmäßig durchgeführt.

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