Fango

Fango

Fango (vom italienischen fango/fanghi: Schlamm, Schmutz) ist fein gemahlenes Vulkangestein, das mit Wasser versetzt wird. Dieser Schlamm enthält Kieselsäure, Aluminiumoxid, Eisenoxid, Tonerde und Magnesium.

Das Vulkangestein gibt es beispielsweise auf der sizilianischen Halbinsel, es kommt aber auch in Deutschland in einigen Gebieten, wie der Eifel, vor. Nachdem es zerkleinert, erhitzt und fein gemahlen worden ist, steht es zur Heilanwendung zur Verfügung.

Dabei wird das Vulkangestein mit Wasser vermischt, der Fango auf 45°-50° Celsius erhitzt und dann circa 3 Zentimeter dick auf verschiedene Stellen des Körpers aufgetragen. Damit die Wärme des Fangos nicht verloren geht, kann der Körper in Folien oder Tücher eingewickelt werden. In der Einwirkzeit von 20 bis 40 Minuten können Wärme und Mineralstoffe des Fangos zum tieferen Gewebe durchdringen und dort wirken. Fango kann allerdings auch kalt und als Bad angewendet werden.

Eine Fangobehandlung wirkt gut bei Rheuma, Verspannungen, Schmerzen und Überlastung und regt die Durchblutung und den Stoffwechsel an. Auch bei fettiger Haut und Hautunreinheiten kann eine Fangobehandlung helfen.

Allerdings darf der Fango nicht auf verletzte Hautstellen aufgetragen werden und bei akuten Rheumaschüben, Fieber, Infekten, Bluthochdruck, Herz-, und Kreislaufschwäche, Tuberkulose und vegetativer Dystonie sollte man keine Fangobehandlung durchführen.

Fangoanwendungen lassen sich gut mit Massagen und Bewegungstherapien kombinieren.

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