Fruchtsäurebehandlung

Fruchtsäurebehandlung

Bei der Fruchtsäurebehandlung oder dem Fruchtsäurepeeling werden abgestorbene, alte Hautzellen entfernt und die Haut wird dazu angeregt, sich zu regenerieren. Dabei werden natürliche Fruchtsäuren (AHA: Alpha-Hydroxysäure), die aus Trauben, Zitrusfrüchten Äpfeln und Papayas gewonnen werden, verwendet. Aber auch Glycolsäure aus Zuckerrohrsaft, Glucuronsäure aus Algen und Milchsäure aus Milch findet ihre Anwendung. Bereits in der Antike wurde Eselsmilch und Wein zur Schönheitspflege verwendet. In den 60er bis 80er Jahren wurde dann wissenschaftlich nachgewiesen, dass bestimmte Säuren positiv auf die Haut wirken.

Die Anwendung von Fruchtsäurebehandlungen bietet in erster Linie den Effekt einer weicheren Haut durch die Ablösung alter Hautzellen. Aber auch Pigmentierungen, wie zum Beispiel Altersflecken, können dadurch abgeschwächt werden. Auch bei Akne werden gute Ergebnisse mit einer Fruchtsäurebehandlung erzielt, da die Säuren bis zum Sebumfollikel durchdringen und dort tote Hautzellen entfernen, die sonst zu Akne geführt hätten. Außerdem werden durch eine Fruchtsäurebehandlung sowohl Kollagen gebildet, freie Radikale vermindert und die Haut für die Aufnahme von Pflegestoffen vorbereitet.

Ein Fruchtsäurepeeling hilft bei Hautalterung, Falten, Pigmentstörungen, trockener Haut, eingewachsenen Haaren, Akne und Aknenarben.

Für eine Fruchtsäurebehandlung stehen Produkte mit verschiedenen Säurekonzentrationen zur Verfügung. Für den Hausgebrauch empfiehlt sich eine Konzentration von weniger als 15%. Bei einer Kosmetikerin können Behandlungen auch mit höheren Konzentrationen durchgeführt werden.

Es empfiehlt sich, eine Kur mit mehreren Behandlungen durchzuführen. Nach einem Fruchtsäurepeeling ist die Haut im Allgemeinen widerstandsfähiger.

Vorsicht ist bei frischem Herpes, Allergien und schneller Vernarbung der Haut geboten, dann sollten lieber keine Behandlungen mit Fruchtsäure erfolgen.

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